{"id":2092,"date":"2018-04-26T07:35:12","date_gmt":"2018-04-26T07:35:12","guid":{"rendered":"https:\/\/datamarket.at\/?p=2092"},"modified":"2020-11-17T17:15:41","modified_gmt":"2020-11-17T17:15:41","slug":"wie-aus-daten-eine-smart-city-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/datamarket.at\/en\/2018\/04\/26\/wie-aus-daten-eine-smart-city-wird\/","title":{"rendered":"Wie aus Daten eine Smart City wird"},"content":{"rendered":"<div class=\"pbs-main-wrapper\"><p>Heute leben die H\u00e4lfte aller Menschen in St\u00e4dten, 2050 werden es bereits 70 Prozent sein. Doch damit nicht genug \u2013 durch die t\u00e4gliche Anreise von Pendlern zu ihrem Arbeitsplatz ist ein Verkehrschaos vorprogrammiert. Die Anfahrt und auch die Suche nach einem Parkplatz wird zu einer t\u00e4glichen Herausforderung. Smart City Anwendungen k\u00f6nnen Abhilfe schaffen.<!--more--><\/p>\n<p>Damit das Zusammenleben von so vielen Menschen auf so wenig Raum klappt, muss es bestens organisiert sein. Und zwar ohne den Einwohnern dabei jegliche Art von Freiheit oder Selbstbestimmung zu rauben. Ein Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, ist die Nutzung und das Vernetzen verschiedenster Daten.<\/p>\n<p>T-Mobile Austria nahm sich dieser Aufgabenstellung an und veranstaltete von 20.03.2018 bis 21.03.2018 einen 24-Stunden Hackathon an der FH St. P\u00f6lten zum Thema Smart Public Life. Bei diesem Hackathon wurden 13 Konzepte entwickelt, die das Alltagsleben der Bewohner von St. P\u00f6lten erleichtern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-bones-thumb-600 wp-image-2093\" src=\"https:\/\/datamarket.at\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Bildschirmfoto-2018-04-26-um-09.33.36-600x150.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"150\" \/>\u201eDer Kontakt zur Hacker- und Entwicklerszene ist uns als T-Mobile Austria wichtig\u201c, betonte Matthias Fiegl (Vice President IoT &amp; Big Data bei T-Mobile Austria). Bekanntlich hat der Mobilfunkbetreiber mit der Funktechnologie Narrowband IoT (<a href=\"http:\/\/business.t-mobile.at\/narrowband-iot\" xlink=\"href\">NB-IoT<\/a>) erst k\u00fcrzlich eine neue Infrastruktur ausgerollt, die sich besonders f\u00fcr Smart City Anwendungen eignet. Neue Use Cases und innovative Anwendungen daf\u00fcr wolle man nicht alleine, sondern gemeinsam mit kreativen K\u00f6pfen finden, so Fiegl weiter: \u201eNB-IoT und Big Data werden die Gesellschaft ma\u00dfgeblich ver\u00e4ndern, und ihr seid die Gestalter dieser Zukunft.\u201c<\/p>\n<p>Die Jury setzte sich aus Vertretern der Stadt, der Fachhochschule St. P\u00f6lten, T-Mobile Austria, der Deutschen Telekom und der heimischen Maker-Szene zusammen. Die Entscheidung fiel dem Gremium alles andere als leicht. Schlussendlich durften sich folgende Gewinner \u00fcber ihre Platzierung freuen.<\/p>\n<h4>Platz 1: Der Bus kommt genau dann, wenn man ihn braucht<\/h4>\n<p>Das Team \u201eMein pers\u00f6nlicher Favorit\u201c definierte das folgende, allgemein bekannte Ph\u00e4nomen als Problem, f\u00fcr das sie eine L\u00f6sung finden wollten: Der Bus der \u00d6ffentlichen Verkehrsbetriebe ist bisweilen \u00fcberf\u00fcllt, manchmal v\u00f6llig leer, bleibt an Haltestellen stehen, an denen keiner wartet und trifft zudem notorisch versp\u00e4tet ein. W\u00fcrden die Busse bedarfsorientiert verkehren, w\u00fcrden sie schneller und effizienter &#8211; eben smarter &#8211; unterwegs sein. Das Quartett entwickelte eine L\u00f6sung, die die Auslastung der Busse in Echtzeit trackt, diese Daten via NB-IoT an eine Zentrale \u00fcbertr\u00e4gt und auf einem Dashboard visualisiert. Anhand eines selbst hergestellten Autobusmodells aus Karton demonstrierten die durchwegs jungen Entwickler, wie die Sensoren erheben, wie viele Passagiere ein- und aussteigen. Die L\u00f6sung erhebt zudem, wie viele Personen an welchen Haltestellen warten. Benutzer sollen sich auch per App einfach f\u00fcr eine Fahrt anmelden k\u00f6nnen. Aufgrund dieser Daten k\u00f6nnen die Routen variabel, je nach dem tats\u00e4chlichen Bedarf, konfiguriert werden. Mit dem System k\u00f6nne man den B\u00fcrgern ein besseres Nahverkehrsangebot bieten und dies mit kleineren und folglich g\u00fcnstigeren Fahrzeugen als bisher bew\u00e4ltigen, so das Entwicklerteam. Die L\u00f6sung l\u00e4sst sich recht simpel erweitern. Denn weitere Daten wie die Innentemperatur des Fahrzeuges, die Beschleunigung oder die geographische Lage bieten eine Basis f\u00fcr weitere Services. So k\u00f6nne etwa die Leitstelle auf einen Blick erkennen, wenn ein Fahrzeug einen Unfall hat und sofort oder automatisiert Einsatzkr\u00e4fte zum Unfallort entsenden.<\/p>\n<h4>Platz 2: Innovative Bezahll\u00f6sung erschlie\u00dft neuen Parkraum<\/h4>\n<p>Dass der oder die typische St. P\u00f6ltenerIn Auto f\u00e4hrt und folglich Parkpl\u00e4tze im urbanen Gebiet der nieder\u00f6sterreichischen Landeshauptstadt gefragt sind, definierte das Team \u201eLightning.Parking&#8221; als Ausgangslage. Das Parken wiederum hat den unangenehmen Nebeneffekt, dass das Entrichten der dabei anfallenden Geb\u00fchren m\u00fchsam ist: Handyparken ist zwar praktisch, nervt aber dennoch. Parkscheine ausf\u00fcllen &#8211; sofern \u00fcberhaupt ein passender zur Hand ist &#8211; sowieso.<\/p>\n<p>Die Zweitplatzierten haben ein System entwickelt, mit dem sich die Parkgeb\u00fchren einfach \u00fcber Kryptow\u00e4hrungen \u00e1 la Bitcoin entrichten lassen. Das ist aber nur ein Feature der L\u00f6sung. Denn via Sensoren misst die L\u00f6sung, wer wann auf welchem Parkplatz ein- oder ausf\u00e4hrt. Der User muss sich vorher freilich mit seinem Kennzeichen registrieren. Ob er das getan hat, checkt die L\u00f6sung von \u201eLightning.Parking\u201c ebenfalls. F\u00fcr Besitzer von privaten Parkraum ist es nicht schwer, diesen mit der notwendigen Technologie auszustatten, um diesen Raum auch zu bewirtschaften. Dabei flie\u00dfen ihm die Geb\u00fchren seiner Parkkunden in Form einer Kryptow\u00e4hrung direkt zu. Eine Clearingstelle, die bei diesem Gesch\u00e4ft mitverdient, gibt es n\u00e4mlich nicht. Peer-to-Peer-Parking nennen die Entwickler dieses Modell. Die St. P\u00f6ltener profitieren vom System gleich mehrfach: Weil mehr privater, bisher ungen\u00fctzter, Parkraum zur Verf\u00fcgung gestellt wird, gibt es auch mehr Parkpl\u00e4tze. Weil die Parkplatzsuche einfacher wird, nimmt der innerst\u00e4dtische Verkehr ab. Und weil es auf dem Parkplatzmarkt mehr Konkurrenz gibt, d\u00fcrften auch die Parkgeb\u00fchren sinken.<\/p>\n<h4>Platz 3: Smarte Stra\u00dfenbeleuchtung mit dem gewissen Extra<\/h4>\n<p>Stra\u00dfenlaternen leuchten, selbst wenn sie kein Verkehrsteilnehmer braucht. Dass dies nicht effizient ist, viel zu viel Energie verbraucht und es f\u00fcr dieses Problem sicherlich eine smarte L\u00f6sung gibt, befand das Team \u201ePinky and the brains\u201c. Die Teammitglieder erdachten eine Stra\u00dfenbeleuchtung, die nur dann Licht spendet, wenn sie auch gebraucht wird. An den Laternen angebrachte Sensoren erfassen Autos, Motorr\u00e4der, Fahrr\u00e4der oder Fu\u00dfg\u00e4nger, und geben diese Informationen an einen Server weiter. Dort entscheidet ein Algorithmus, welche Stra\u00dfenlaternen beleuchtet werden. N\u00e4hert sich ein Verkehrsteilnehmer etwa einer Kreuzung und es ist noch nicht klar, welche Richtung er w\u00e4hlen wird, werden alle Optionen erhellt. Ist der Server einmal \u201eout of order\u201c gibt es eine Security-Einstellung die f\u00fcr notwendiges Licht sorgt.<\/p>\n<p>Niemand muss aber bef\u00fcrchten, dass St\u00e4dte, in denen abends die Gehsteige hochgeklappt werden, in v\u00f6lligem Dunkel versinken. Das Licht wird blo\u00df gedimmt und nicht v\u00f6llig abgeschaltet. Das von \u201ePinky and the brains\u201c entwickelte System eignet sich zudem als Orientierungshilfe bei Notf\u00e4llen oder Naturkatastrophen. Denn mittels der Stra\u00dfenbeleuchtung kann man der Bev\u00f6lkerung den Weg aus der Gefahrenzone weisen.<\/p>\n<p>Auch die zehn weiteren Minimum Viable Products sind wie die Gewinnerprojekte Beweis daf\u00fcr, dass eine heterogene Gruppe von Menschen f\u00fcr eine gro\u00dfe Vielfalt an L\u00f6sungen sorgt. Um am \u201eSmart Public Life\u201c Hackathon teilzunehmen, waren keine Programmierkenntnisse notwendig. Diese bewusst niedrig gew\u00e4hlte Einstiegsschwelle hat daf\u00fcr gesorgt, dass beim Wettbewerb sich Menschen mit v\u00f6llig verschiedenen beruflichen und gesellschaftlichen Hintergr\u00fcnden getroffen und miteinander ausgetauscht haben \u2013 so unterschiedlich wie jene Daten, die zum Erfolg einer Smart City beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute leben die H\u00e4lfte aller Menschen in St\u00e4dten, 2050 werden es bereits 70 Prozent sein. 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