{"id":2201,"date":"2018-05-31T09:53:41","date_gmt":"2018-05-31T09:53:41","guid":{"rendered":"https:\/\/datamarket.at\/?p=2201"},"modified":"2020-11-17T17:15:41","modified_gmt":"2020-11-17T17:15:41","slug":"daten-zivilschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/datamarket.at\/en\/2018\/05\/31\/daten-zivilschutz\/","title":{"rendered":"Daten im modernen Zivilschutz"},"content":{"rendered":"<div class=\"pbs-main-wrapper\"><p>In unserem letzten Beitrag haben wir umrissen, \u201c<a href=\"https:\/\/datamarket.at\/2018\/05\/04\/daten-immobilienwirtschaft\/\" xlink=\"href\">Wie Daten die Immobilienwirtschaft ver\u00e4ndern<\/a>\u201d. Heute widmen wir uns einem ganz anderen Bereich: der Bedeutung von Daten im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zivilschutz_(%C3%96sterreich)\" xlink=\"href\">Zivilschutz<\/a>. Ob der Wichtigkeit des Themas finden sich Verantwortlichkeiten auf allen Ebenen des Staates. Mit der Ver\u00e4nderung der Schwerpunkte treten aber auch immer mehr private Initiativen und Unternehmen in den Vordergrund.<\/p>\n<div id=\"attachment_2202\" style=\"width: 372px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2202\" class=\"wp-image-2202\" src=\"https:\/\/datamarket.at\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/water-2680697_640.jpg\" alt=\"\" width=\"362\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/datamarket.at\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/water-2680697_640.jpg 640w, https:\/\/datamarket.at\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/water-2680697_640-300x149.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 362px) 100vw, 362px\" \/><p id=\"caption-attachment-2202\" class=\"wp-caption-text\">CC0 Pixabay<\/p><\/div>\n<p>Generell ist der Bereich unendlich weitl\u00e4ufig und kaum sinnvoll abzugrenzen, daher haben wir uns f\u00fcr heute ein verbindendes Element gesucht: Wasser.<\/p>\n<p>Die beiden hier befragten Unternehmen k\u00f6nnten trotz gemeinsamer thematischen Schwerpunkte unterschiedlicher nicht sein und erg\u00e4nzen sich dennoch wunderbar:<!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr das 2016 gegr\u00fcndete <a href=\"https:\/\/datamarket.at\/members\/\" xlink=\"href\">DMA-Partnerunternehmen<\/a> \u00a0<a href=\"https:\/\/datamarket.at\/partner\/jstrassmayr\/\" xlink=\"href\">Sobos GmbH<\/a>, das mit seiner Hochwasser App <a href=\"http:\/\/pegelalarm.at\/\" xlink=\"href\">PegelAlarm<\/a> im Feld aktiv ist, hat sich dessen Gr\u00fcnder Johannes Strassmayr die Zeit f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch genommen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die seit 1851 bestehende und noch von Kaiser Franz Joseph bewilligte Institution <a href=\"http:\/\/zamg.ac.at\/\" xlink=\"href\">Zentralanstalt f\u00fcr Meteorologie und Geodynamik<\/a> (ZAMG), die auch Teil des DMA-Konsortiums ist, stand uns die \u201cDMA-<a href=\"https:\/\/datamarket.at\/stewards\/\" xlink=\"href\">Datenstewardess<\/a>\u201d Monika Bargmann Rede und Antwort.<\/p>\n<h2><b>Die Lebensretter-App <\/b><a href=\"https:\/\/pegelalarm.at\" xlink=\"href\"><b>PegelAlarm<\/b><\/a><b> der SOBOS GmbH<\/b><\/h2>\n<p>Die Geschichte von Pegelalarm beginnt bereits einige Zeit vor der Gr\u00fcndung (2016). Genauer: Bereits Ende 2013 bauten Johannes Strassmayr und Software-Architekt Enrico Bragante eine erste Orts- und Bedarfsbezogene App f\u00fcr Kremsm\u00fcnster, die sie \u201cKremsAlarm\u201d nannten. Die beiden stammen selber aus Hochwassergebieten und kennen die Problematik daher gut. Die App sollte Menschen helfen, bei drohendem Hochwasser Sch\u00e4den zu verhindern.<\/p>\n<div id=\"attachment_2207\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2207\" class=\"size-medium wp-image-2207\" src=\"https:\/\/datamarket.at\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/high-water-392707_640-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/datamarket.at\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/high-water-392707_640-300x200.jpg 300w, https:\/\/datamarket.at\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/high-water-392707_640.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-2207\" class=\"wp-caption-text\">cc0 Pixabay<\/p><\/div>\n<p>Das Konzept zeigte sich erfolgreich und Johannes machte sich auf die Suche nach weiteren Mitwirkenden. 2014 kam G\u00fcnter \u00d6ller mit ins Boot und aus \u201cKremsAlarm\u201d wurde die erste \u201cPegelAlarm\u201d Version. 2016 folgte schlie\u00dflich die Komplettierung des Gr\u00fcndungsteams durch den Rechtsexperten Johannes \u00d6hlb\u00f6ck und die SOBOS GmbH wurde aus der Taufe gehoben.<\/p>\n<p>Zum Start erhielten sie die \u201cProjekt.Start\u201d F\u00f6rderung des FFG.<\/p>\n<h3><b>PegelAlarm Erfolge<\/b><\/h3>\n<p>Mit aktuell rund 45.000 Downloads der App (Stand Mai 2018), l\u00e4sst sich das Hochwasserwarn-System PegelAlarm als durchaus etabliert bezeichnen. Im Hintergrund sammelt SOBOS f\u00fcr seinen Dienst PegelAlarm weltweite Wasserstandsdaten von verschiedenen Datenanbietern ein. Diese werden vereinheitlicht und \u00fcber eine einfache Schnittstelle wiederum zur Verf\u00fcgung gestellt. Kund_innen haben dadurch einen zentralen Zugriffspunkt f\u00fcr die Abfrage von Gew\u00e4sserdaten. Infolge k\u00f6nnen Bewohner_innen von Hochwassergebieten ebenso wie Versicherungen, Gemeinden und Feuerwehren die PegelAlarm Gew\u00e4sser-Benachrichtigungsdienste in Anspruch nehmen: Die Benachrichtigungen erfolgen entweder mittels der App selbst, per SMS, E-Mail und\/oder Web. So kann sichergestellt werden, dass Nutzer_innen fr\u00fchzeitig von Gefahrensituationen erfahren. Vervollst\u00e4ndigt wird das Warnsystem durch den Verkauf und die Integration der <a href=\"http:\/\/www.sobos.at\/index-10_hardware.html\" xlink=\"href\">Messstation RiverMeter<\/a>, die vom ober\u00f6sterreichischen Partnerunternehmen smart \u201cmedia &amp; technology\u201d angeboten werden. Mit der Messstation k\u00f6nnen Nutzer_innen auch selber Daten bereitstellen, um die Gesamt-Ergebnisse zu verfeinern. PegelAlarm deckt mit seinen Angeboten derzeit den gesamten deutschsprachigen Raum und Gro\u00dfbritannien ab.<\/p>\n<p>Das Gesch\u00e4ftsmodell konnte inzwischen im Auftrag von \u201c<a href=\"https:\/\/www.maschinenring.at\/\" xlink=\"href\">Maschinenring<\/a>\u201d ausgeweitet werden: Die \u201cWinterwarnung\u201d bietet als Dienstleistung f\u00fcr Unternehmen eine Warnung bez\u00fcglich der Schneeh\u00f6he an.<\/p>\n<h3><b>PegelAlarm H\u00fcrden<\/b><\/h3>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften H\u00fcrden zu Beginn war es, valide Daten zu bekommen. Es sind zwar von verschiedenen Stellen viele Daten vorhanden, doch viele davon stehen nicht als Open Data zur Verf\u00fcgung. Es waren viele E-Mail, Anrufe, Empfehlungen durch F\u00fcrsprecher_innen sowie pers\u00f6nliche Treffen notwendig, um die Daten nutzen zu d\u00fcrfen, die PegelAlarm inzwischen zu einer erfolgreichen App machen.<\/p>\n<p>Eine weitere H\u00fcrde, die jedes StartUp kennt, ist, mit der eigenen Idee auch Geld zu verdienen. So ist es auch f\u00fcr das SOBOS GmbH-Team. Die Einnahmen wachsen zwar stetig \u2013 aber noch nicht genug, um ausschlie\u00dflich davon leben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3><b>PegelAlarm Daten<\/b><\/h3>\n<p>Die PegelAlarm-App speist sich derzeit aus Insgesamt 45 Datenquellen. In etwa die H\u00e4lfte der Daten steht als Open Data zur Verf\u00fcgung (etwa auf <a href=\"https:\/\/www.data.gv.at\/\" xlink=\"href\">data.gv.at<\/a>), die andere H\u00e4lfte stammt aus geschlossene Quellen (gro\u00dfteils Verwaltungen, zb das <a href=\"https:\/\/www.bmnt.gv.at\/\" xlink=\"href\">Bundesministerium f\u00fcr Nachhaltigkeit und Tourismus<\/a>, also das ehemalige Lebensministerium). Die \u00fcber PegelAlarm aggregierten Daten werden \u00fcber eine Datenschnittstelle kostenpflichtig anderen wieder zu Verf\u00fcgung gestellt, was eine wichtige Einkommensquelle f\u00fcr SOBOS ist. Einen sehr hohen Stellenwert haben somit wertsteigernde Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Weiterverkauf der Daten, die \u00fcber eine REST-Schnittstelle angeboten werden. Auf Anfrage wird das Datenangebot zudem laufend erg\u00e4nzt. Zum Einsatz kommen dabei sowohl aktuelle als auch historische Daten. Die extern gesammelten Daten werden um interne Daten (bspw. Nutzungsstatistiken) angereichert. Zudem werden aus den gesammelten Daten neue Daten generiert, wie Korrelationen oder Prognose-Wasserst\u00e4nde.<\/p>\n<p>Aktuell fehlende Daten sind beispielsweise Niederschlagsdaten. F\u00fcr genauere Prognosedienste wird eine Einbindung in Zukunft notwendig sein.<\/p>\n<h2><b>Kaiserliche Bewilligung bis heute aktuell: <\/b><a href=\"https:\/\/www.zamg.ac.at\/\" xlink=\"href\"><b>ZAMG<\/b><b><\/b><\/a><\/h2>\n<p>Ganz anders und doch verwandt liegt die Situation bei unserem zweiten heutigen Beispiel: Mit \u201cAllerh\u00f6chster Entschlie\u00dfung\u201d bewilligte Kaiser Franz Joseph am am 23. Juli 1851 die Errichtung &#8220;\u2026einer Centralanstalt f\u00fcr meteorologische und magnetische Beobachtungen&#8221;, die auf eine Initiative der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<p>Die weiterhin staatliche ZAMG teilt sich in zwei Bereiche: Einen Bereich, der der Bundesverwaltung unterliegt und der nicht auf monet\u00e4re Gewinne abzielt. Hier werden \u00f6ffentliche Aufgaben erf\u00fcllt, die daher aus \u00f6ffentlichen Geldern finanziert werden. Dazu gibt es seit 1990 einen privatwirtschaftlichen Bereich (Teilrechtsf\u00e4higkeit), der Geld verdienen darf und muss. Vor allem in diesem zweiten Bereich steht die ZAMG bei aller Altehrw\u00fcrdigeit teils vor \u00e4hnlichen Herausforderungen, wie es junge Unternehmen tun.<\/p>\n<h3><b>T\u00e4tigkeitsbereiche ZAMG<\/b><\/h3>\n<div style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium\" src=\"https:\/\/c1.staticflickr.com\/5\/4783\/40722264452_5f1ae05238_n.jpg\" width=\"320\" height=\"200\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Wissenschaft zum Mitmachen: Die kostenlose App \u201e<a href=\"http:\/\/www.naturkalender.at\" xlink=\"href\">Naturkalender ZAMG<\/a>\u201c dient der Beobachtung von Pflanzen und Tieren. (Foto: Spotteron)<\/p><\/div>\n<p>Die Schwerpunkt, mit denen sich die rund 300 Mitarbeiter_innen der ZAMG besch\u00e4ftigen finden sich in den Bereichen Wetter, Klima, Umwelt und Geophysik. Daraus hervor gehen Forschungsergebnisse, aber auch Produkte wie etwa Wettervorhersagen (allgemein und spezialisiert, z.B. Weinbauwetter, Segelwetter, Bergwetter, Eventwetter, Pistenwetter&#8230;), Klimareferenzkarten, \u00a0die Entwicklung von Vorhersagemodellen, Beratung beim Bau von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie (z.B. Windenergiegutachten f\u00fcr Windparks), Immissionsanalysen und -prognosen f\u00fcr Industrie und Gewerbe \u2013 aber auch Information, Beratung und Warnung bei Krisen- und St\u00f6rf\u00e4llen, Natur- und Umweltkatastrophen.<\/p>\n<h3><b>Die ZAMG und der Zivilschutz<\/b><\/h3>\n<p>Die Angebote der ZAMG im Bereich Katastrophen-\/Zivilschutz umfassen ein weites Spektrum. So wird beispielsweise mit einem Index aus den meteorologischen Parametern Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Niederschlagsrate sowie kurz- und langwellige Strahlung Warnungen f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.zamg.ac.at\/cms\/de\/wetter\/wetter-oesterreich\/waldbrand\" xlink=\"href\">Waldbrandgefahr<\/a> generiert. F\u00fcr die Lawinenwarndienste \u00d6sterreichs und deren App <a href=\"http:\/\/www.lawinen.at\/\" xlink=\"href\">SnowSafe<\/a>, die von First Line Solutions GmbH betrieben wird, ist die ZAMG Datenlieferantin. Die \u00f6sterreichischen Lawinenwarndienste gibt es \u00fcbrigens in allen Bundesl\u00e4ndern au\u00dfer Wien und Burgenland. Unter anderem f\u00fcr die Bauwirtschaft erstellt die ZAMG <a href=\"https:\/\/www.zamg.ac.at\/cms\/de\/geophysik\/erdbeben\/historische-erdbeben\" xlink=\"href\">Erdbebengef\u00e4hrdungskarten<\/a>. In diese Karten flie\u00dfen Daten und historische Recherchen ein, die bis zu rund 500 Jahre zur\u00fcck liegen! Brisante Themen werden auch im Bereich von Simulationen bearbeitet. So werden an der ZAMG etwa <a href=\"https:\/\/www.zamg.ac.at\/cms\/de\/umwelt\/krisenfallvorsorge\" xlink=\"href\">Ausbreitungsmodelle<\/a> erstellt, um zu kl\u00e4ren wie sich gef\u00e4hrliche Substanzen in der Atmosph\u00e4re ausbreiten, wie die etwa bei Nuklearunf\u00e4llen oder Giftgasunf\u00e4llen der Fall w\u00e4re. Aber auch Apps werden programmiert, die genau auf den Bed\u00fcrfnissen unterschiedlicher Zielgruppen ausgerichtet sind. So wird beispielsweise an einer \u201c<a href=\"https:\/\/www.zamg.ac.at\/cms\/de\/wetter\/produkte-und-services\/retter-wetter\" xlink=\"href\">Retter Wetter<\/a>\u201d-App speziell f\u00fcr Feuerwehren gearbeitet, die aktuell mit den Feuerwehren Nieder\u00f6sterreich getestet wird.<\/p>\n<h3><b>Nationales Business ZAMG <\/b><\/h3>\n<p>An dieser Stelle auch die Verwandtschaft zu Produkten von StartUps wie PegelAlarm ein St\u00fcck weit zu Tage. Einige gewichtige Unterschiede bleiben aber stets bestehen. So befindet sich der Markt f\u00fcr ZAMG-Produkte\/Services nahezu ausschlie\u00dflich in \u00d6sterreich. Internationale agiert die ZAMG vor allem in Form von Zusammenarbeit mit anderen meteorologischen und geophysikalischen Organisationen, etwa \u00fcber Programme wie der <a href=\"https:\/\/public.wmo.int\/\" xlink=\"href\">World Meteorological Organization<\/a> und \u2013 ganz zentral \u2013 im Bereich nationaler und internationaler Forschungsprojekte. Klassisches Expandieren, wie es f\u00fcr junge Unternehmen h\u00e4ufig ganz oben auf der To Do Liste steht, ist f\u00fcr die ZAMG in der Form jedenfalls kein Thema.<\/p>\n<h3><b>ZAMG und Daten \u2013 eine Liebesgeschichte<\/b><\/h3>\n<p>Herzst\u00fcck der Arbeit an der ZAMG sind Daten \u2013 und das bereits seit der Gr\u00fcndung 1851! Das betrifft sowohl Daten, die selber erhoben, als auch Daten, die von anderen Einrichtungen bezogen werden. Daten, die von anderen kommen, werden h\u00e4ufig im Austausch erworben, allerdings nur, solange das jenen Bereich der ZAMG betrifft, der dem Bund untersteht. Sobald es um einen Bedarf geht, der aus dem privatwirtschaftlichen Bereich der ZAMG entsteht m\u00fcssen Daten wie in jedem anderen Unternehmen monet\u00e4r erworben werden.<\/p>\n<p>Vergleichbar sieht die Situation aus, wenn es um die selbst generierten Daten geht. So werden etwa Daten, die vom Bund erhoben werden, an die Allgemeinheit \u00fcber data.gv.at kostenlos weitergegeben \u00a0(z.B. Messwerte der wichtigsten Wetterstationen, Daten der Erdbebenstationen, Sentinel-Satellitendaten, Klimareferenzkarten). Hingegen werden beispielsweise Messwerte u.a. an den Mitbewerb verkauft, der damit seine Vorhersagemodelle f\u00fcttert. Es werden aber auch manche Daten nur f\u00fcr bestimmte Kund_innen kostenpflichtig erhoben, etwa durch das Aufstellen eigener Stationen bei gr\u00f6\u00dferen Veranstaltungen.<\/p>\n<p>Auf ein Expermentierfeld hat sich die ZAMG erst k\u00fcrzlich gemeinsam mit der Stadt Wien begeben. Gemeinsam experimentieren sie mit dem <a href=\"https:\/\/www.zamg.ac.at\/cms\/de\/aktuell\/news\/201einternet-of-things201c-in-der-stadt-wien-ermoeglicht-neue-intelligente-klima-und-verkehrssteuerungssysteme?searchterm=ampel\" xlink=\"href\">Internet of Things<\/a> und statten etwa Ampeln mit Umweltsensoren aus. Unklar ist dabei noch, ob solcherart generierte Daten meteorologisch wertvoll sein k\u00f6nnen. \u00a0Normalerweise werden Werte wie Wind und Temperatur immer auf einer definierten H\u00f6he \u00fcber dem Boden und unter kontrollierten Bedingungen gemessen, was bei IoT jedoch nicht gew\u00e4hrleistet werden kann. In jedem Fall wird dieses Feld sicher ein Erweiterungsfeld der Zukunft sein.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserem letzten Beitrag haben wir umrissen, \u201cWie Daten die Immobilienwirtschaft ver\u00e4ndern\u201d. Heute widmen wir uns einem ganz anderen Bereich: der Bedeutung von Daten im Zivilschutz. 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